Schulterprobleme & Schulterschmerzen: Ursachen und Lösungen

Schmerzen und Probleme in der Schulter gehören neben Knie- und Hüftproblemen mittlerweile zu den am häufigsten auftretenden Schmerzherden. Verletzungen beim Sport, ein Sturz oder Abnutzungserscheinungen können die Bewegung des Gelenks schnell einschränken. Das Endoprothetikzentrum Siegtal unterstützt Sie bei der Genesung durch eine intensive Beratung und ausführliche Behandlungsempfehlungen. Wir vom EPZ legen viel Wert darauf, unsere Patienten ausführlichst zu informieren. Daher bieten wir hier einen Überblick über die Beschwerden, die Behandlung und den Genesungsprozess des Schultergelenks.

Aufbau des Schultergelenks

Die Schulter ist das größte Kugelgelenk des menschlichen Körpers und verfügt über die höchste Beweglichkeit. Sie besteht aus einem Hauptgelenk und mehreren Nebengelenken. Das Hauptgelenk wird vom Oberarmkopf und der Schulterpfanne - einem knöchernen Teil des Schulterblattes gebildet. Sowohl die Schulterpfanne als auch der Oberarmkopf sind von einer glatten Schicht überzogen, dem Gelenkknorpel. Diese Knorpelfläche sorgt dafür, dass sich Oberarmkopf und Schulterpfanne weitgehendst reibungsfrei gegeneinander bewegen können. Beim Herausrutschen der Gelenkkugel aus der Führung der Gelenkpfanne spricht man auch vom Auskugeln des Gelenks.

Zu den Schulternebengelenken gehört unter anderem das Schultereckgelenk. Hierbei handelt es sich um eine Verbindung zwischen dem Schulterdach und dem äußeren Schlüsselbein. Dieses Gelenk ist im Alltag oft von Verschleiß betroffen. Das sogenannte skapulothorakale Nebengelenk beschreibt die Gelenkfläche zwischen der Rückenfläche des Schulterblattes und der Brustkorbwand. Es ermöglicht das Gleiten des Schulterblattes am Rumpf. Ein weiteres Schulternebengelenk ist das Gelenk zwischen Brustbein und Schlüsselbein, man bezeichnet es auch als Sternoclavikulargelenk. Hier bewegt sich das Schlüsselbein mit der Körpermitte und dem Brustbein.

Die Schulter kann durch ihren besonderen Aufbau nahezu mühelos in allen drei Achsen des Raumes bewegt werden. Der große Bewegungsumfang der Schulter macht sie einerseits besonders beweglich, andererseits sorgt der große Bewegungsumfang jedoch auch für eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit.

Die drei häufigsten Schulterbeschwerden

An der Schulter kann es leider immer wieder zu Problemen kommen. Die drei häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen und deren Therapiemöglichkeiten haben wir hier für Sie aufgelistet.

Schulterverschleiß

Aufgrund seiner hohen Beweglichkeit unterliegt das Schultergelenk auch altersbedingtem Verschleiß. Dieser Verschleiß entsteht, wenn die Knorpelfläche durch erhöhten Abrieb teilweise aufbricht. Diese verstärkten Abreibungen können auch nach Jahren als Spätfolge einer knöchernen Verletzung entstehen. Auch rheumatische Gelenkentzündungen können das Schultergelenk zerstören. Belastungen der Schultern bei der Arbeit oder im Sport können im Laufe des Lebens ebenso ihren Beitrag zum Verschleiß der Knorpelfläche beitragen.

Unbehandelt kann sich ein solcher Verschleiß durch auftretende Einschränkungen und Schmerzen, wie auch das Knacken und Reiben im Schultergelenk, äußern. Die Symptome treten meist nicht regelmäßig auf, sondern wechseln von Phasen mit starken Schmerzen zu Phasen, während denen die Betroffenen kaum Beschwerden verspüren. Im Laufe der Jahre werden meistens die Abstände der Schmerzphasen kürzer und die Schmerzperioden stärker.

    → Behandlung beim Verschleiß der Schulter

Zunächst wird der Verschleiß nicht operativ sondern mit Medikamenten, Spritzen oder Physiotherapie behandelt. Durch die niedrige Belastung der Schulter im Vergleich zum Knie oder der Hüfte funktioniert eine nicht operative Therapie über einen längeren Zeitraum. Schlägt die Therapie nicht an oder der Verschleiß verschlimmert sich im Laufe der Jahre wird der Einbau eines künstlichen Schultergelenks notwendig.

Schulterinstabilitäten: Ausrenkungen & Auskugelungen

Ist das Hauptgelenk der Schulter instabil, kommt es zu Ausrenkungen & Auskugelungen. Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen Schulterinstabilitäten. Hinsichtlich der Richtung der Ausrenkung trennt man vordere Schulterinstabilitäten von hinteren und obere Schulterinstabilitäten von unteren. Tritt ein solcher Fall nach einem Unfall auf, spricht man von einer traumatischen Schulterinstabilität. Davon sind atraumatische, die sogenannten gewohnheitsmäßigen, Schulterinstabilitäten abzugrenzen.

Schulterinstabilitäten können in jedem Alter auftreten. Gehäuft trifft die traumatische Instabilität bei Männern zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Willkürliche Ausrenkungen dagegen treten häufiger bei Frauen zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr auf.

    → Therapie der Schulterinstabilitäten

Behandlungsziel ist das Wiedererlangen einer stabilen und belastbaren Schulter, welche schmerzfrei bewegt werden kann. Wenn sich die Schulter ausgekugelt hat, ist es ein akutes Ereignis und ein Notfall. Es bedarf der sofortigen schonenden Einrenkung der Schulter mit oder ohne Narkose. Für viele Patienten ist nach der Auskugelung der Schulter die Krankengymnastik die erste therapeutische Anlaufstelle.

Als allgemeine Leitlinie gilt, je jünger eine Person mit einer Erstausrenkung ist, desto eher sollte man operativ stabilisieren. Diese Leitlinie hat sich entwickelt, da die Wahrscheinlichkeit erneuter Ausrenkungen bei jungen Patienten bei 90 Prozent liegt.

Schulterinfektionen

Eine weitere Ursache für Beschwerden in der Schulter kann eine Schulterinfektion sein. Unter einer Schulterinfektion versteht man das Eindringen von Bakterien, in der Regel mit Vereiterungen am Schultergelenk oder dessen Umgebung. Die Infektion kann nicht nur die Schulter, sondern auch andere Gelenke des Körpers betreffen. Symptome einer Schulterinfektion sind beispielsweise Schmerzen in der Schulter oder im Oberarm, manchmal kann eine Infektion mit Fieber und/oder Schüttelfrost, einer Schwellung oder Rötung einhergehen.

Eine Schulterinfektion kann entstehen, indem Bakterien von außen oder von innen in die Schulter gelangen. Dies geschieht beispielsweise durch einen Unfall mit offener Verletzung der Schulter, durch Spritzen oder Operationen. Sind die Infektionsherde durch eine Zahnvereiterung, Erkältung oder ähnlichem in den menschlichen Körper gelangt, ist es den Bakterien möglich, sich über die Blutbahnen zum Schultergelenk fortzubewegen. Dort können sie sich dann ansiedeln und eine Infektion zu verursachen.

    → Therapiemöglichkeiten einer Schulterinfektion

Es ist wichtig, die Infektion so schnell wie möglich aus dem Körper zu entfernen. Hierbei wird der Infektionsherd operativ ausgeräumt. Es besteht die Möglichkeit endoskopisch das Gelenk zu spülen oder das Gelenk zu eröffnen und eine Spülung oder Säuberung durchzuführen. Häufig sind mehrere Operationen notwendig um eine Infektion vollkommen zu eliminieren.

Operative Eingriffe gegen Schulterschmerzen

Die Schulter kann durch viele verschiedene Ursachen eingeschränkt oder in Mitleidenschaft gezogen werden. Seit über 100 Jahren kümmern sich die Ärzte und Pflegekräfte im Endoprothetikzentrum Siegtal um dessen Patienten. Sie haben sich beispielsweise auf Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie oder Gastroenterologie/Endoskopie spezialisiert.

Auch kleinere Eingriffe haben oft eine große Wirkung auf den Patienten. So kann mittels einer Arthroskopie, einer minimalinvasiven Gelenkspiegelung, den Schmerzen meist schnell Einhalt geboten werden. Auch bei einer unfallbedingten Verletzung der Rotatorenmanschette (vier Muskelgruppen, die die Funktion der Schulter sicherstellen) kann man durch eine Arthroskopie, zügig eine Schmerzlinderung herbeiführen.

Sollte ein minimalinvasiver Eingriff an seine Grenzen stoßen, beraten wir Sie gerne über Oberflächenersatz, anatomische oder inverse Schultergelenksprothesen. Bei Fragen können Sie sich gerne per Mail an info@epz-siegtal.de oder per Telefon unter 02243 / 881-1620 an uns wenden!

Frontalaufnahme des St. Franziskus Krankenhaus.

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